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Autorenabend mit Lothar Lindner

Der Clubabend am 23. Januar war mal wieder ein ganz besonderer Abend. Lothar Lindner zeigte Filme, die in seiner mehr als 20 - jährigen Vereins-Mitgliedschaft entstanden sind.

Sein erster Film führte uns nach Tibet zur -Straße der Klöster-. Im tibetischen  Buddhismus gibt es etwa 88 Klöster unter anderem auch das „Samyai Kloster“ in Shannan. In der Hauptstadt Lhasa blickten wir auf den „Potala-Palast“, dem ehemaligen Wohnsitz des Dalai Lama.

Es folgte ein Film  über -Die Schwerstarbeiter im Boden-, beeindruckende Aufnahmen von Regenwürmern. Wir erfuhren, wie viel verschiedene Arten von Regenwürmern es gibt, wie und wo sie leben und wie sie sich fortpflanzen. Ein sehr interessanter und lehrreicher Film.

Ein auf Musik geschnittener Kurzfilm –Hackordnung- zeigte den erbitterten Kampf mehrerer Spatzen um ein halbes Brötchen. Es war ein Spass, da zuzusehen.

Der Film -Endlose Weite-  führte uns in die Mongolei, einem Land ungefähr viereinhalbmal so groß wie Deutschland, aber mit nur etwa 3 Millionen Einwohnern. Ein großer Teil dieser Menschen sind Nomaden. Sie ziehen mit ihren Herden durch die grasbewachsenen Steppen. Es sind sehr gastfreundliche Menschen, sie begrüßten und bewirteten auch Lothars Reisegruppe in ihren Jurten.

Im Film Nr. 5 keine Steppen, keine Nomaden, nein Luxus pur. Gezeigt wurde das auf eine künstliche Insel gebaute Luxushotel „Burj Al Arab“ in Dubai. Für 70 Euro pro Person darf man sich für 3 Stunden in bestimmten Bereichen des Hotels aufhalten und den Luxus genießen, wenigstens ein bisschen.

Dann folgte ein Familienfilm nach einem Song von Johanna Koczian -Das bisschen Haushalt-. Schauspieler waren Familienmitglieder von Lothar, die weibliche Hauptrolle war exzellent besetzt. Ein großer Spaß.

An den Niederrhein führte uns der nächste Film. In der Nähe von Kempen fand Lothar -Vergessene Bereiche-. Sumpfiges Gelände, umgefallene Bäume, es sah aus, als sei man im Urwald. Sehr schöne Bilder, aber nicht ungefährlich im sumpfigen Gelände, wie Lothar erfahren mußte.

Dann waren wir wieder ganz weit weg in Bolivien. Wir standen auf dem „Salar de Uyumi“, mit 10 000 Quadratkilometern der größte Salzsee der Erde. Er entstand vor 10 000 Jahren durch die Austrocknung des Sees Tauca. Er liegt im Altiplano am Fuße der Anden in 3650 Metern Höhe. Die Sole ist bis zu 120 Meter dick. Bei der gleißenden Helligkeit der riesigen Fläche braucht man unbedingt eine Sonnenbrille.

Dann waren wir wieder im heimischen Garten. Beeindruckende Nahaufnahmen  von Kohlweißlingraupe, Ameisen, Marienkäfer, Springspinne, Asseln, Regenwürmern und anderen Kleinstlebewesen wurden gezeigt.

Im letzten Film -Der Weg nach Kara Khoto- führte uns Lothar in die Wüste Gobi. Mit Kamelen, die die Lasten tragen mussten und das waren enorme Lasten, die Tiere taten einem richtig leid, ging es durch karge Landschaften nach Khara Khoto. Wir sahen tolle Bilder von einer Sanddünenkette, die sich Kilometer weit erstreckte. Viel war von der im 11, Jahrhundert gegründeten Stadt nicht mehr zu sehen. Damals war es ein blühendes Handelszentrum. 1227 wurde Khara Khoto von Dschingis Khans Truppen eingenommen. 1372 überfielen Krieger der chinesischen Ming-Dynastie die Stadt. Damit war das Schicksal der Stadt und ihrer Bewohner besiegelt.

Es war ein sehr interessanter Filmabend. Wir haben viel gesehen und viel gelernt und uns an tollen Filmaufnahmen von Lothar Lindner erfreuen können.

 

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